Innerschweizer Kunst – z. B. HANS EMMENEGGER

INNERSCHWEIZER KUNST vom 18. bis 21. Jahrhundert kaufen und verkaufen - vom Experten begutachten, bewerten / schätzen und versteigern lassen, auch online; für Kunden in Luzern, Zug, Zürich sowie in der ganzen Schweiz.

Paul C. Gloggner widmet der Kunst aus der Region Luzern und der Zentralschweiz besondere Aufmerksamkeit. Die Bedeutung wichtiger Werke und ihr kunsthistorischer Kontext werden in den Auktionskatalogen ausführlich erläutert.

Höchstzuschläge
Die Galerie Gloggner verzeichnet zahlreiche Höchstzuschläge und Auktionspreis-Rekorde z. B. für Hans Emmeneggers „Spiegelung auf dem Wasser“ von 1908/09 (CHF 232'300.00 inkl. Aufgeld), Hans Schärers "Madonna" - 1968 (CHF 96'000.00 inkl. Aufgeld) oder Leopold Haefligers „Michèle“ - 1980 (CHF 40'800.00 inkl. Aufgeld) sowie auch für Wilhelm Amrhein, Georg Einbeck, Franz Elmiger, Heinrich Danioth, Rolf Meyer-List, Niklaus Pfyffer, Alfred Sidler, Anton Stockmann u.a.m. 

Aufruf:  Hans Emmenegger – Werkverzeichnis der Gemälde
Die Galerie Gloggner erstellt ein Inventar der Ölgemälde von Hans Emmenegger für das Werkverzeichnis. Dieses wird von autorisierten Schweizer Kunsthistorikern bearbeitet. Besitzerinnen und Besitzer von Werken Emmeneggers sind gebeten, mit uns Kontakt aufzunehmen. Erwünscht sind auch Hinweise auf seine Gemälde. – Ihre Angaben werden vertraulich behandelt.

HANS EMMENEGGER (Küssnacht 1866–1940 Emmen) ist ein Pionier der modernen Schweizer Malerei um und nach 1900. Er gehört zu den bemerkenswertesten Künstlerpersönlichkeiten der Innerschweiz. Im Umfeld von Zeitgenossen wie Cuno Amiet oder Giovanni Giacometti stehend, charakterisieren sich seine Stillleben, Landschaften oder kinetischen Impressionen besonders durch ihre magische Präsenz, die geprägt wird von Licht und Schatten, Reflex und Bewegung. Emmeneggers – für die Zeit ihrer Entstehung – teilweise radikale Bildfindungen erzielen auf Auktionen der Galerie Gloggner immer wieder Höchstzuschläge.
    Verkauft

    HANS EMMENEGGER

    Küssnacht 1866-1940 Emmen
    „Landschaft mit bewegten Bäumen (Herdschwand ?)“
    Unten rechts signiert HANS EMMENEGGER.
    Öl a/Lwd., 46 x 55 cm
    Provenienz: Privatbesitz Luzern.
    Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
    30. CHF 3‘800.00 / 4‘500.00

    Das Motiv dieses im Schaffen von Hans Emmenegger ungewöhnlichen Gemäldes - eine Gruppe ländlicher Gebäude in baumbestandenem Wiesland - zeigt vermutlich die Herdschwand ob Emmen (LU). Der Künstler ...

    Verkauft

    HANS EMMENEGGER

    Küssnacht 1866-1940 Emmen
    „Rote Äpfel“ - 1915
    Unten links signiert und datiert HANS / EMMENEGGER. 1915.
    Öl a/Lwd., 31,5 x 46,5 cm
    Provenienz: Privatbesitz Luzern.
    Ausstellungen: Luzern, Kunstmuseum, „Herrlich öde, einsame Gegend“. Hans Emmenegger - ein Maler zwischen Böcklin und Hodler, 1987/88, Kat.-Nr. 52, Abb.
    Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
    33. CHF 12‘000.00 / 15‘000.00

    Emmenegger-Wvz. 222 (B. Rote Äpfel). Hans Emmeneggers Stillleben überraschen durch scheinbar endlose Variationen. Oft sind es nur gerade ein paar Früchte, die, wie beiläufig arrangiert, über- oder ...

    Verkauft

    HANS EMMENEGGER

    Küssnacht 1866-1940 Emmen
    „Stiefmütterchen“
    Unten rechts signiert HANS / EMMENEGGER.
    Öl a/Lwd., 30 x 34 cm
    Provenienz: Privatbesitz Luzern.
    Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
    39. CHF 6‘000.00 / 6‘500.00

    In Hans Emmeneggers Schaffen nimmt das Stillleben eine bedeutende Stellung ein, wobei der Künstler eine ganze Reihe spezieller Untergattungen kreiert hat. Zu ihnen zählen die Früchtebilder mit nur ...

    Verkauft

    HANS EMMENEGGER

    4

    Waldbilder, oder vielleicht besser: „Waldinterieurs", gehörten zu den bevorzugten Motiven von Hans Emmenegger. Sie bilden eine umfangreiche und bedeutende
    Werkgruppe in seinem Schaffen. Dabei ...

    Verkauft

    HANS EMMENEGGER

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    Waldbilder, oder treffender: „Waldinterieurs“, zählten zu den bevorzugten Motiven von Hans Emmenegger. Sie repräsentieren eine umfangreiche und bedeutende Werkgruppe in seinem Schaffen. Dabei inter...

    insgesamt 5 Objekte

       
      HANS EMMENEGGER

      HANS EMMENEGGER

      Küssnacht 1866-1940 Emmen
      „Landschaft mit bewegten Bäumen (Herdschwand ?)“
      Unten rechts signiert HANS EMMENEGGER.
      Öl a/Lwd., 46 x 55 cm
      Provenienz: Privatbesitz Luzern.
      Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
      30. CHF 3‘800.00 / 4‘500.00

      Das Motiv dieses im Schaffen von Hans Emmenegger ungewöhnlichen Gemäldes - eine Gruppe ländlicher Gebäude in baumbestandenem Wiesland - zeigt vermutlich die Herdschwand ob Emmen (LU). Der Künstler übernahm den väterlichen Gutshof im Jahr 1893 und blieb zeitlebens dort wohnhaft.

      Man mag an die Bilder bäuerlicher Anwesen von Robert Zünd, dem grossen realistischen Vorläufer in Luzern, denken. Näher liegt hier allerdings der Bezug zu Emmeneggers Aufenthalt bei Bernhard Buttersack (1858–1925), der im oberbayerischen Haimhausen eine Künstlerkolonie begründet hatte und dort Freilichtmalerei unterrichtete. Die in den deutschen Künstlerkolonien um 1900 zentrale Thematik ländlicher Architektur behandelte Emmenegger 1895/96 in mehreren Gemälden (vgl. Emmenegger, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Luzern, Köln 2014, Kat.-Nrn. 104, 105). Stilistisch noch ganz in dieser Tradition steht auch das Bild „Das Haus Herdschwand“ aus dem Jahr 1909 (ebd., Kat.-Nr. 106).

      Das vorliegende undatierte, aber zweifellos später entstandene Werk weist über die atmosphärische Stimmungshaftigkeit konventioneller Freilichtmalerei hinaus. In dieser sattgrünen Landschaft spielt zwar ebenfalls das Wetter eine massgebliche Rolle, doch dient es einem spezifisch Emmeneggerschen Interesse: der Darstellung von Bewegung. Die beiden hoch aufragenden Pappeln links und rechts der Mittelachse biegen sich, erfasst von einer plötzlichen Böe, im Wind, was eine Unschärfe der optischen Wahrnehmung zur Folge hat. Und das in kräftigem Strahl auf ein Vordach des grossen Gebäudes am rechten Bildrand prallende und abgelenkte Regenwasser ruft sogleich ein „ikonisches“ Bild Emmeneggers in Erinnerung: das bewegte Stillleben „Wasserstrahl “ (1921; ebd. Kat.-Nr. 95).

      Müsste man dieses erstaunliche Landschaftsbild innerhalb seines Gesamtwerks kategorisieren, man dürfte es wohl zu Hans Emmeneggers „Bewegungsbildern“ zählen.

      Verkauft
      HANS EMMENEGGER

      HANS EMMENEGGER

      Küssnacht 1866-1940 Emmen
      „Rote Äpfel“ - 1915
      Unten links signiert und datiert HANS / EMMENEGGER. 1915.
      Öl a/Lwd., 31,5 x 46,5 cm
      Provenienz: Privatbesitz Luzern.
      Ausstellungen: Luzern, Kunstmuseum, „Herrlich öde, einsame Gegend“. Hans Emmenegger - ein Maler zwischen Böcklin und Hodler, 1987/88, Kat.-Nr. 52, Abb.
      Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
      33. CHF 12‘000.00 / 15‘000.00

      Emmenegger-Wvz. 222 (B. Rote Äpfel). Hans Emmeneggers Stillleben überraschen durch scheinbar endlose Variationen. Oft sind es nur gerade ein paar Früchte, die, wie beiläufig arrangiert, über- oder nebeneinanderliegen. Das angebotene Bild besticht durch die radikale Beschränkung von Motiv und Kolorit. Eng zusammengerückt, liegen sieben rote Äpfel auf einem weissen Tuch, das zugleich als Hintergrund hochgezogen ist. Einer davon wird lediglich in einem Zwischenraum erkennbar, eine achte Frucht, die kleinste, liegt einzeln davor. Zwei Äpfel balancieren in prekärem Gleichgewicht auf den anderen – wobei man sich unwillkürlich fragt, ob da nicht noch ein weiterer unsichtbar Halt bietet.

      Wenige Einzelheiten – Stiele und Kelche, eine geflammte Schalenpartie – definieren Binnenformen, ansonsten beschreiben lediglich weisse Glanzlichter sowie Körperund Schlagschatten die Oberfläche und Plastizität der Äpfel. Alle sind sie absichtsvoll so platziert, dass jeweils ihre Längsachse sich horizontal ausrichtet – mit einer Ausnahme: der grosse Apfel im Zentrum „steht“. In feiner Nuancierung unterscheiden sich ganz dunkle von helleren roten Früchten; die Schlagschatten auf dem Tisch erscheinen „farbig“: grünlich-blau stehen sie in komplementärem Kontrast zum Rot der Äpfel. Dieses hebt sich kraftvoll ab vom bildfüllenden hellen Tuch, dessen Bügel- und Stauchfalten das Arrangement mit einem filigranen perspektivischen Gerüst unterlegen (und dessen strichelnde malerische Behandlung an Emmeneggers Schneefeld-Bilder denken lässt).

      Es sind der dominante Kontrast Rot auf Weiss, die klare Bildgeometrie und die präzise, sachliche Malerei, die Emmeneggers Stillleben „Rote Äpfel“ zu einem Werk von magischer Ausstrahlung und grosser Einprägsamkeit machen.

      Verkauft
      HANS EMMENEGGER

      HANS EMMENEGGER

      Küssnacht 1866-1940 Emmen
      „Stiefmütterchen“
      Unten rechts signiert HANS / EMMENEGGER.
      Öl a/Lwd., 30 x 34 cm
      Provenienz: Privatbesitz Luzern.
      Literatur: Paul C. Gloggner nimmt das vorliegende Bild in das Inventar für das Werkverzeichnis der Ölgemälde von Hans Emmenegger auf.
      39. CHF 6‘000.00 / 6‘500.00

      In Hans Emmeneggers Schaffen nimmt das Stillleben eine bedeutende Stellung ein, wobei der Künstler eine ganze Reihe spezieller Untergattungen kreiert hat. Zu ihnen zählen die Früchtebilder mit nur einer gleichfarbigen Sorte, wie „Rote Äpfel“ (Kat.-Nr. 33. in dieser Auktion), oder auch eine Sonderform des Blumenbilds: das Stillleben mit Topfpflanze.

      Typischerweise ist, so auch hier, die Pflanze so nahsichtig erfasst, dass im engen Bildausschnitt der Topf am unteren Rand nur knapp sichtbar wird – ein kompositioneller Kunstgriff, den das unerwartete Querformat noch verstärkt. Umso enger rückt die Pflanze mit ihrem sattgrünen Blattwerk und den verschiedenfarbigen Blüten an den Betrachter heran. Drei mehrfarbige violett-weisse bzw. violett-gelbe Stiefmütterchen scheinen sich uns – wie Gesichter – frontal zuzuwenden, während die übrigen vier, davon zwei einfarbig dunkelblau, in komplexen Rück- und Seitenansichten wiedergegeben sind. Von links einfallendes Licht lässt einzelne Blütenblätter hell aufscheinen und bewirkt zugleich einen kräftigen Schlagschatten auf dem wolkig-grauen Hintergrund. Einzig der Topfrand setzt im fein differenzierten, kühltonigen Kolorit einen warmen Gegenakzent.

      Die präzise Nahsicht und Konzentration verleihen Emmeneggers vermeintlich „harmlosen“ Topfpflanzen-Stillleben oft einen verfremdenden Aspekt. Sie sind von einer faszinierenden Dinglichkeit und strahlen eine Magie aus, wie man sie in der Schweizer Malerei des frühen 20. Jahrhunderts insbesondere auch mit Félix Vallotton verbindet.

      Verkauft
      HANS EMMENEGGER

      HANS EMMENEGGER

      4

      Waldbilder, oder vielleicht besser: „Waldinterieurs", gehörten zu den bevorzugten Motiven von Hans Emmenegger. Sie bilden eine umfangreiche und bedeutende
      Werkgruppe in seinem Schaffen. Dabei interessierten den Maler nicht wie seinen grossen Luzerner Vorgänger Robert Zünd die zahllosen Details der Vegetation – die
      Struktur von Baumrinden oder unterschiedlich geartetes Blattwerk –, sondern die grossen Formen der Stämme, wie sie auf dem Boden stehen und durch Lichteinfälle
      einerseits ihre räumliche Plastizität erhalten und anderseits selbst Schlagschatten in den Raum werfen.
      Obgleich sie sich motivisch zwanglos in die Reihe der Waldbilder einfügt, handelt es sich bei der vorliegenden kleinformatigen Darstellung um ein höchst ungewöhnliches
      Gemälde des Künstlers. Er selbst nennt es in seinem Werkverzeichnis eine „pochade", französisch für „Skizze". Solche Arbeiten, die direkt vor dem Motiv und in
      kurzer Zeit entstanden sind, finden sich im Schaffen Emmeneggers – aus unbekannten Gründen – nur sehr selten; ein einziges direkt vergleichbares Beispiel ist bisher
      publiziert worden (Herrlich öde, einsame Gegend. Hans Emmenegger, ein Maler zwischen Böcklin und Hodler, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Luzern 1987, Nr. 42: „Sonnenschein
      im Walde", 1915, 23 x 15 cm).
      In extremem Hochformat und ganz eng gefasstem Ausschnitt zeigt das Bild eine Gruppe schlanker Stämme, die weitgehend senkrecht und parallel verlaufen, sich nur
      vereinzelt überschneidend. „Letzte Strahlen der Abendsonne", so beschrieben in Emmeneggers Titel, tauchen ein keilförmiges Bodenstück und links davon einen einzigen
      Stamm in oranges Licht, während bei anderen Bäumen nur gerade die Ränder aufscheinen (oder sind es ganz dünne „Dürrständer"?) und alle übrigen ganz im Braun
      oder dunklen Grün des Waldschattens verbleiben.
      Wie das einfallende letzte Licht geht der Blick des Malers, aus leicht zusammengekniffenen Augen, ins dunkle Waldesinnere: Wenn so die Unterscheidung von Positiv-
      (Stämme) und Negativformen (Zwischenräume) schwierig wird, erhält das Bild plötzlich eine abstrakte Qualität. Sie zeigt, wie konsequent Hans Emmenegger seine Idee
      des „Impressionismus" umgesetzt hat: nicht das zu zeigen, was er vom Motiv weiss, sondern nur das, was er tatsächlich sieht. Entstanden ist, in ungemein spontaner
      Malerei, ein kleines Meisterwerk, das die ganze Frische und Intensität des Sinneseindrucks widerspiegelt.

      Verkauft
      HANS EMMENEGGER

      HANS EMMENEGGER

      4

      Waldbilder, oder treffender: „Waldinterieurs“, zählten zu den bevorzugten Motiven von Hans Emmenegger. Sie repräsentieren eine umfangreiche und bedeutende Werkgruppe in seinem Schaffen. Dabei interessierten den Maler nicht wie seinen berühmten Luzerner Vorgänger Robert Zünd die botanischen Details, z.B. die Struktur von Baumrinden etwa oder unterschiedlich geartetes Blattwerk, sondern die grossen Formen: wie die Stämme auf dem Boden stehen, wie sie Räume abstecken und Zwischenräume bilden, wie ihnen Lichteinfälle einerseits Plastizität verleihen und sie anderseits selbst Schlagschatten ins Waldinnere werfen. Obgleich sich die vorliegende, kleinformatige Darstellung motivisch in die Reihe der Waldbilder einfügt, handelt es sich doch um ein höchst ungewöhnliches Werk des Künstlers. Er selbst bezeichnete ein direkt vergleichbares kleines Bild als „pochade“,
      französisch für „Skizze“. Solche Arbeiten, die direkt vor dem Motiv und in kurzer Zeit entstanden sind, finden sich in Emmeneggers Schaffen – aus unbekannten Gründen – nur ganz selten; lediglich zwei Vergleichsbeispiele sind bisher bekannt geworden (1. Herrlich öde, einsame Gegend. Hans Emmenegger, ein Maler zwischen Böcklin und Hodler, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Luzern 1987, Nr. 42: „Sonnenschein im Walde“, 1915, 23 x 15 cm; 2. Galerie Gloggner Luzern, Auktion 24. September 2016, Nr. 57: „Letzte Strahlen der Abendsonne im Fichtenwald“, 22,8 x 11 cm). In gestrecktem Hochformat und eng gefasstem Ausschnitt zeigt das Bild eine Gruppe schlanker Stämme, die weitgehend
      senkrecht und parallel verlaufen und sich kaum überschneiden. Die im Rücken des Betrachters tief stehende Sonne taucht den Vordergrund in ein fahl-oranges Licht; es fällt in grossen Sonnenflecken auf den Boden und beleuchtet einige wenige Stämme, während alle übrigen ganz im Braun und dunklen Grün des Waldschattens verbleiben. Kräftige
      Schlagschatten, die von Stämmen ausserhalb des Bildfeldes geworfen werden, führen den Blick ins dunkle Waldesinnere: Wenn dort die Unterscheidung von Positiv- (Stämme) und Negativformen (Zwischenräume) schwierig
      wird, erhält das Bild plötzlich eine abstrakte Qualität. Es zeigt sich, wie konsequent Hans Emmenegger seine Idee des „Impressionismus“ umgesetzt hat: nicht das zu malen, was er vom Motiv weiss, sondern nur das, was er tatsächlich sieht. Entstanden ist, in ungemein spontaner Pinselführung und fein differenzierter Farbigkeit, ein kleines Meisterwerk, das die Frische und Intensität des Sinneseindrucks direkt widerspiegelt.

      Verkauft